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Kinderzimmer aufräumen - Tag 3

Kinderzimmer aufräumen Tag 3

3 mal 3 macht 9 - das ist bekannt!

 

Und da dies ein gutes Konzept ist und wir aufgrund Corona momentan alle viel zuhause sitzen, gibt es von mir an 3 Tagen jeweils 3 Tipps zum Kinderzimmer aufräumen! Denn was liegt näher, als dieses Zuhause jetzt so schön wie möglich zu machen?

 

Ihr habt es fast geschafft, heute ist schon Tag 3 - und hier kommen die Tipps 7 bis 9! Möchtet ihr die anderen Tipps auch lesen?

Hier geht es zu den Tipps 1 bis 3 und hier zu den Tipps 4 bis 6!

7 Fotoshooting für Selbstgemachtes

Jedes Elternteil mit Kleinkind kennt die Flut aus liebevoll gebastelten Klorollen-Bienen oder Kartoffelstempel-Bildern, die in der Kita produziert und stolz nach Hause gebracht werden. So fantastisch es ist, dass die Kinder eine Vielzahl an Materialien kennenlernen, verschiedene Kreativtechniken ausprobieren und ihre motorischen Fähigkeiten verbessern – kein Kinderzimmer unter 150 m² Grundfläche hält die permanente Ausstellung aller Werke aus. Daher muss auch hier schweren Herzens eine Entscheidung getroffen werden.

Ein paar Tipps aus meiner langjährigen Arbeit in der Kinderzimmergestaltung (und dieses Thema wurde wirklich sehr oft angesprochen!), die auch auf allgemeine Deko zutreffen:

  • Erstellt eine definierte Präsentationsfläche im Kinderzimmer, z.B. eine Bilderleiste, Magnettafel oder ein Wandregal. So verhindert ihr, dass jede freie Fläche zugeklebt wird. Hier können die jeweils beliebtesten Werke ausgestellt werden. Hier können die jeweils aktuellen oder beliebtesten Werke ausgestellt werden. Ihr könnt auch mit Maskingtape (Washi Tape) einen Bereich an der Wand eingrenzen und einen „Rahmen“ für die Ausstellungsaktivitäten setzen.
  • Eine Sammelmappe für Bilder nimmt nicht viel Platz weg und kann einfach ins Regal neben die Bücher geschoben werden.
  • Mit einem Deckenhaken kann ein 3D-Objekt an einer ausgewählten Stelle aufgehängt werden.
  • Geht es ans Aussortieren, könnt ihr mit den Kindern die Gegenstände noch einmal an einer schönen Stelle aufstellen, toll beleuchten und fotografieren, so bleibt ein schönes Foto für die Erinnerung.
8 Aufräumen mit Kindern

Die obengenannten Tipps funktionieren gut, wenn wir vernünftige, motivierte Erwachsene sind. Wie oft aber habe ich Klagen von Eltern gehört, dass die Kinder selbst nie für Ordnung sorgen oder im Kinderzimmer nach kürzester Zeit wieder Chaos herrscht.

Diese Tipps können Abhilfe schaffen:

  • Hat jedes Ding einen festen Platz? Nach einer Entrümpelungsaktion könnt ihr euch vornehmen, für jeden Gegenstand im Kinderzimmer einen Platz festzulegen. Dann muss man nicht jedes Mal überlegen, was wo hingehört und ihr stellt dabei auch fest, wofür euch noch sinnvolle Aufbewahrungen fehlen (z.B. Haken für Taschen, eine Kiste für größere Spielsachen, etc.). Manchmal hilft es schon, ein großes Fach unten im Kleiderschrank freizuräumen, um die Legoburg dort "parken" zu können, wenn Spielpause ist.
  • Ist genug offener bzw. geschlossener Stauraum vorhanden? Manches möchte man sehen, manches nicht. Prüft, ob ihr eine ausgewogene Mischung aus offenen und geschlossenen Möbeln im Kinderzimmer habt. Offene Regale wirken leichter und füllen ein Zimmer nicht mit Volumen, aber die ausgestellten Dinge sehen bei vollgestopften Regalen oft unordentlich aus. Ihr könnt für viele gängige System Türen oder passende Körbe nachordern oder mit einem Rollo oder einer Magnetplatte ein DIY-Projekt umsetzen.
  • Ist der Stauraum gut erreichbar? Gerade bei kleineren Kindern ist die Erreichbarkeit ein wichtiges Thema. Begebt euch mal auf die Augenhöhe eures Nachwuchses herab und prüft, was ihr jetzt überhaupt gut erreichen könnt. Schafft evtl. Abhilfe mit Körben, einer Stauraumbank, etc.
  • Gibt es feste Regeln? Zugegeben, dies gehört eher zum Thema Erziehungsarbeit als Raumgestaltung, aber beim Aufräumen kommt man daran nicht gänzlich vorbei. Soll z.B. jeden Abend der Boden frei geräumt sein oder wird einmal die Woche aufgeräumt? Und nicht zuletzt: Wie geht ihr selbst mit dem Thema Ordnung um? Bekanntermaßen lernen Kinder hauptsächlich davon, wie wir es ihnen vorleben.
    Legt mit den Kindern gemeinsam sinnvolle und umsetzbare Regeln fest und haltet euch auch selbst daran!
Für Kinder erreichbarer, unkomplizierter Stauraum, auch schön als DIY-Projekt ... Fotocredit: pexels.com, Freestocks
Für Kinder erreichbarer, unkomplizierter Stauraum, auch schön als DIY-Projekt ... Fotocredit: pexels.com, Freestocks
9 Nehmt euch nicht zuviel auf einmal vor!

Zu guter Letzt noch ein allgemein gültiger Tipp und ein Lob an euch: Nehmt euch nicht zu viel auf einmal vor! Ihr meistert den Alltag mit Kindern, habt tausend Dinge im Kopf und plant und macht und organisiert! Auf all dies könnt ihr stolz sein, da braucht es niemanden, der euch noch kritisiert, wenn Projekte zuhause eben ein bisschen länger dauern!

Der allgemeine Tenor, eine ganze Aufräumaktion an einem Tag zu erledigen, geht meines Erachtens an der Lebenswirklichkeit der meisten Familien vorbei. Lieber kleinere Häppchen, die euch nicht jedes Mal an den Rand eurer Kräfte und des Nervenzusammenbruchs bringen. Stellt euch lieber einen Wecker (heute 30 Minuten aufräumen!), macht euch gute Musik dazu an und belohnt euch mit etwas Schönem.

Habt Geduld – mit euch, mit euren Kindern und auch mit dem Zimmer. Nicht jeder Raum muss aussehen wie aus dem Möbelkatalog, im Gegenteil! Solange ihr Freude daran und darin habt, ist Leben und Lachen viel wichtiger als ein perfekter, aber langweiliger Raum. Unsere Zimmer sollen für uns da sein, nicht wir für unsere eigenen vier Wände, nicht umsonst heißt es „Lebensraum“.

 

In diesem Sinne wünsche ich viel Freude und Gelassenheit zuhause,

Eure K.

Kennt ihr schon die Tipps 1 bis 6? Nein?

Das war's! Ich hoffe, das Lesen hat euch Spaß und ein bisschen Lust aufs Räumen gemacht! Mit guter Musik und offenem Fenster kann das nämlich durchaus Freude bereiten. Man entdeckt Altes wieder neu, kann zusammen lachen und auch mal Blödsinn machen und hat Zeit mit der Familie verbracht. Ein aufgeräumtes, befriedigendes Gefühl danach gibt es gratis dazu! Ich freue mich auf eure Berichte!

Fotocredit: pexels.com, Andrea Piacquadio
Fotocredit: pexels.com, Andrea Piacquadio

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