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Einrichten mit dem Alpaka: Heute - Beleuchtung im Kinderzimmer

Es wird Winter - und das Tageslicht wird weniger! Da brauchen wir eine gute künstliche Beleuchtung, auch im Kinderzimmer, damit wir die dunklen Tage gut überstehen und alle Aktivitäten perfekt beleuchtet sind. Es gibt viele Möglichkeiten, im Kinderzimmer mit Licht zu arbeiten. Licht macht für uns einen Raum erst erfahrbar und unterschiedliche Lichtquellen schaffen Zonen, Stimmungen, Raumeindrücke, ohne dass man wahnsinnig viel investieren oder umbauen muss. Probiert es aus und staunt, wie sehr sich ein Raum allein durch Licht verändern kann!
Das Schlaumeier-Alpaka hat sich mal hingesetzt, die Hufe geschwungen und für euch diese Tipps zusammengestellt. Was benötigt ihr im Kinderzimmer, worauf müsst ihr achten:

  • Deckenlampe
  • Nachttischlampe
  • Schreibtischlampe
  • Stimmungbeleuchtung / Nachtlicht
  • Sicherheit

Deckenlampe

Hängelampe mit Blender für indirekte Lichtverteilung
Hängelampe mit Blender für indirekte Lichtverteilung

Ihr betretet das Kinderzimmer und seht nichts? Das ist schlecht - man möchte direkt von der Tür aus das Zimmer gleichmäßig und angenehm beleuchten. Dazu platziert ihr möglichst mittig im Raum eine Deckenlampe, entweder direkt an der Decke befestigt oder abgehängt. Bei etwas höheren Räumen könnt ihr sehr gut mit abgependelten Leuchten arbeiten, da diese oft einen indirekten Lichtanteil nach oben abgeben und somit die Decke anstrahlen. Das ergibt das bekannte und angenehme "indirekte Licht". Aber auch bei niedrigeren Räumen könnt ihr Leuchten abhängen, beachtet nur, dass man gut darunter durchgehen kann. Eine gute Daumenregel ist: Nicht tiefer als der Türsturz! Unter dem Türrahmen könnt ihr ja in der Regel auch gut durchlaufen. Weiterhin ist bei der Deckenbeleuchtung wichtig: Je undurchsichtiger der Lampenschirm, desto weniger Licht habt ihr im Raum. Ein Filzschirm ist zwar wunderschön, aber als allgemeine Raumbeleuchtung eher ungeeignet, da nur ein schmaler Lichtkegel nach unten strahlt. Wählt lieber transluzente (lichtdurchlässige) Stoffe oder sogar ein offenes Geflecht aus Metall oder Naturmaterialien. Durch entsprechende einsetzbare Blender oder eine passende Glühlampe (milchig oder mit verspiegelter Unterseite) blendet das dann trotzdem nicht.
Bei länglichen Räumen machen zwei Lampen (können auch zusammen geschaltet werden) oder eine längliche mit mehreren Strahlern (Spots) Sinn. Auch sehr wichtig: Wählt ausreichend starke Leuchtmittel! LED's könnt ihr in alle handelsüblichen Fassungen einschrauben und braucht auch keine Sorge wegen der Wattzahl haben, da die Lampen für die viel stärkeren Glühbirnen ausgelegt sind. Ich würde mindestens 7,5 W Warmweiß einsetzen (Faustregel sind ca. 100-150 Lumen pro m² Raumfläche, die Angabe findet ihr auf den Leuchtmittel-Verpackungen), hier könnt ihr aber auch einfach mal mit zwei verschiedenen Leuchtmitteln ausprobieren, was euch besser behagt.

 

 Nochmal zusammengefasst:

Schlaumeier-Alpaka
  • Deckenlampe abhängen (für direktes und indirektes Licht)
  • Durchlaufhöhe beachten
  • Lampen mittig platzieren, evtl. zwei verteilen
  • lichtdurchlässige Lampenschirme
  • ausreichend starke Leuchtmittel

Nachttischlampe

Wandlampe mit breitem Schirm - das Leuchtmittel ist verdeckt
Wandlampe mit breitem Schirm - das Leuchtmittel ist verdeckt

Die sicher zweitwichtigste Beleuchtung im Kinderzimmer! Im Bett möchte man vorgelesen bekommen oder selbst lesen, ein Albtraum in der Nacht lässt sich am besten durch ein warmes, heimeliges Licht verscheuchen und eine kleine, wohlige Lichtecke ist viel gemütlicher als das helle Deckenlicht!

Hier müsst ihr nicht ganz so viel beachten, wichtig ist vor allem: Bruchsicher oder absturzsicher! Entweder wählt ihr eine kleine robuste Leuchte zum Hinstellen, oder aber eine Klemm- oder Wandleuchte. Zweiteres bietet sich auch an, wenn man kein oder nur ein sehr kleines Nachttischchen hat. Das Leuchtmittel sollte geschützt sein, also nicht direkt zugänglich, denn im Bett wird auch mal Kissenschlacht gemacht und dann soll natürlich nicht alles gleich zu Bruch gehen. Weiterhin ist eine gut abgeschirmte Lampe natürlich auf jeden Fall blendfrei und macht ein angenehmes Licht im Raum. Legt euch auch mal ins Bettchen und schaut, wie das Licht von dort unten für euer Kind wirkt! Blendet es evtl.? Könnt ihr die Lampe noch drehen oder anders platzieren? Auch müsst ihr hier kein so starkes Leuchtmittel verwenden, es handelt sich ja eher um ein Stimmungslicht.

Schlaumeier-Alpaka
  •  Bruchsicher oder absturzsicher
  • Nachttischlampe, Wandlampe oder Klemmlampe
  • blendfrei, angenehmes Stimmungslicht
  • aus Sicht des Kindes überprüfen

Schreibtischlampe

Spätestens mit dem Schuleintritt, gerne aber auch früher sollte man eine gute, helle Schreibtischlampe kaufen. Auch am Spieltisch macht das Malen und Basteln mit gutem Licht schon mehr Spaß. Gerade im Winter sitzen wir oft am Tisch, wenn es draußen bereits dunkel ist und die Deckenbeleuchtung hat man dann je nach Anordnung der Möbel oft im Rücken. Auch hier können - je nach Tischgröße - eine Klemmleuchte oder eine Stehleuchte neben dem Tisch wieder eine gute Lösung sein. Achtet auf einen guten, kippsicheren Standfuß und platziert die Schalter so, dass eure Kinder sie gut erreichen können. Falls ihr gerade das Säuglingszimmer einrichtet, könnt ihr auch jetzt schon eine schöne kleine Leuchte neben den Stillsessel stellen, die später am Kindertisch weiterverwendet werden kann.

Generell gut geeignet für den Kinderschreibtisch sind Lampen, die man entweder drehen oder kippen kann, um den direkten Lichtkegel nicht ins Gesicht zu bekommen und die einen gut abgeschirmten Lampenschirm haben. Wichtig auch hier: Das Leuchtmittel. Erste Wahl sind wieder LED's, die zum einen umweltfreundlicher und schadstoffärmer sind als Energiesparlampen (Achtung, hier ist Quecksilber enthalten, fürs Kinderzimmer also nicht geeignet!) und zum anderen nicht heiß werden, was die Brandgefahr enorm verringert, wenn Bastelmaterialien und Kuscheltiere in Reichweite sind.

 

Schlaumeier-Alpaka
  • beschränkter Lichtkegel
  • dreh- oder kippbarer Leuchtenkopf
  • guter Standfuß oder Klemmleuchte
  • LED-Leuchtmittel (wg. Hitzeentwicklung und Schadstofffreiheit)

Stimmungslicht / Nachtlicht

Indirekte Beleuchtung: LED-Band hinter Holzplatte
Indirekte Beleuchtung: LED-Band hinter Holzplatte

Was wäre ein Kinderzimmer ohne heimelige Höhlen, kuschelige Ecken oder einen kleinen beruhigenden Lichtpunkt in der Nacht? Ein Nachtlicht, das direkt in die Steckdose eingesteckt wird, ist sicher immer eine gute Idee, wenn die Kinder unruhig schlafen oder schnell Angst bekommen.

Ein Stimmunglicht kann eine schwach leuchtende Lampe auf einem Regal sein, indirekte Beleuchtung gegen Wand oder Decke, eine verdeckte LED-Leiste hinter dem Bett (so z.B. auf dem Foto links), ein Lämpchen im Fenster, oder oder oder. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, hier könnt ihr euch austoben. Hauptsache das Licht ist nicht zu hell oder zu kühl. Mit einem besonderen Licht könnt ihr schöne Rituale einläuten und eure Vorlesestunde oder die Rollenspiele der Kinder können stimmungsvoll beleuchtet werden.a

Vorsicht bitte mit Kabeln oder Lichterketten (Strangulierungsgefahr!), da die Kinder das Licht sicher auch in ihre Spiele einbinden bzw. nicht darauf achten, wenn es hoch hergeht.

  • indirektes, warmes Licht
  • schwache oder abgedeckte Lichtquelle
  • einzelne Lichter für besondere Rituale
  • Vorsicht mit Kabeln! Strangulierungsgefahr!

Sicherheit

Im Kinderzimmer achtet ihr auf Sicherheit - das sollte bei der Beleuchtung nicht anders sein! Wichtig ist vor allem die Wahl der Leuchtmittel: Energiesparlampen haben im Kinderzimmer nichts zu suchen! Sie enthalten Quecksilber und sollten sie einmal zu Bruch gehen, tritt dieses aus, verflüchtigt sich und kann eingeatmet werden. Weiterhin solltet ihr nur Lampen aus zuverlässigen Quellen verwenden - die alte Leuchte von Oma oder der Flohmarktfund sind zwar liebgewonnene Gegenstände, aber lasst diese im Zweifelsfall von einem Elektriker checken, dass kein Kabelbrand o.ä. droht. Mit modernen Materialien und LED-Leuchtmitteln fahrt ihr am sichersten. An dieser Stelle sei auch noch einmal auf einen Rauchwarnmelder hingewiesen - in Schlafräumen mittlerweile Pflicht! Habt ihr schon einen?
Wenn ihr dann noch bruchsichere Standorte und gute Befestigungen für die Lampen wählt und eure Kinder sicher vor Kabeln und Lichterketten sind (Strangulierungsgefahr!), steht einer wohltuenden, funktionalen und ästhetischen Raumbeleuchtung nichts mehr im Wege!

Schlaumeier-Alpaka
  • LED-Leuchtmittel (keine Energiesparlampen!)
  • alte Lampen checken lassen (Brandgefahr)
  • Rauchwarnmelder installieren
  • bruchsichere Standorte
  • gute Befestigungen
  • auf Kabel / Lichterketten achten (Strangulierungsgefahr!)